Grundwasserschutz

Das Grundwasser der Föhrer Geest wird durch die Wasserschutzgebiete Föhr-Ost und Föhr-West geschützt (Karte), deren Grenzen aus der Wasserschutzgebietsverordnung Föhr vom 2. Februar 2010 hervorgehen. Die Verordnung enthält Vorschriften für die Bewirtschaftung der landwirtschaftlich genutzten Flächen, um das Grundwasser vor dem Eintrag von Nitrat und Pflanzenschutzmitteln zu schützen. Wesentliche Elemente dabei sind ...
  • festgelegte Höchstmengen für den Stickstoffbedarf der Kulturarten bzw. Nutzungsformen
  • Ausbringungsverbot für stickstoffhaltige Düngemittel zwischen dem 1. September
    (15. Juli bei organischen Nährstoffträgern) und 28. Februar
  • Ackerbau  nur im Rahmen einer Wechsel-Grünland-Fruchtfolge mit Grünlandanteil von mindestens 50 %
  • Anbauverbot für Wintergetreide
  • Anbau von Silomais, der im Hinblick auf den Grundwasserschutz als kritische Kultur anzusehen ist, auf der gleichen Fläche nur alle 4 Jahre
  • Anbau von Zwischenfrüchten und Untersaaten, um nach Ernte der Hauptfrucht überschüssiges Nitrat zu binden
  • Beschränkung der Winterbeweidung des Grünlandes durch Grenzwerte für den Viehbesatz
  • Anwendungsverbot für Pflanzenschutzmittel mit den Wirkstoffen Isoproturon, Mecoprop, Terbuthylazin und Bentazon
Die Landwirte werden bei der Umsetzung der Auflagen aus der Wasserschutzgebietsverordnung von einem Berater unterstützt. Zum Aufgabenspektrum des Beraters gehört die Erfolgskontrolle der Grundwasserschutzmaßnahmen - zum Beispiel durch die Kartierung der Flächennutzung (Einhaltung der Fruchtfolge) und die Entnahme von Bodenproben für Laboranalysen auf Nitrat.

Die Wasserschutzgebietsverordnung ist ein wichtiges Instrument, um das Grundwasser vor Belastungen zu schützen. Im Wasserschutzgebiet Föhr-Ost profitiert das Grundwasser zusätzlich davon, dass ein Großteil des WSG nicht mehr landwirtschaftlich genutzt wird (Karte Flächennutzung). In der Summe überwiegen Waldgebiete und extensives Grünland (Flugplatz, Golfplatz), deren Sickerwasser in der Regel relativ geringe Nitratkonzentrationen aufweist.
Verweise

Karten

Kontakt
WSG-Berater
Herr Dipl.-Ing.agr. Andreas Frahm
Ingenieur-Büro INGUS
+49(0)4392 / 91 30 97 - 2